Flughafen-feuerwehr

Die Betriebsfeuerwehr am Linz Airport

Unter dem Motto „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ liegt die Sicherheit und der Schutz der Passagiere, der Mitarbeiter und der Infrastruktur den Feuerwehrleuten am Linz Airport in hohem Maße am Herzen.

Luftfahrzeugbrandschutz, Gebäudebrandschutz, technische Hilfeleistung und Brandsicherheitswachen gehören zu den Aufgaben der Mannschaft der Betriebsfeuerwehr, an deren Spitze der Feuerwehrkommandant steht. Das Team besteht aus 4 Feuerwehroffizieren, 4 Feuerwehr-Offizier-Stellvertretern und rund 35 Mann, die aus dem Team der Bodenabfertigung und der Werkstätte gestellt werden. Während der Betriebszeiten des Flughafens ist immer ein Feuerwehroffizier anwesend, um für die Koordination bei einem etwaigen Notfall gerüstet zu sein.

Aufgabenbereich

Der Aufgabenbereich der Betriebsfeuerwehr wird in internationalen und nationalen Richtlinien genauestens festgelegt.

In Österreich befasst sich das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) als Oberste Zivilluftfahrtbehörde (OZB) mit Luftfahrtangelegenheiten. Auf europäischer Ebene ist die EASA (Die Europäische Agentur für Flugsicherheit) für die Gewährleistung der Sicherheit und des Umweltschutzes in der Luftfahrt zuständig.

Der Aufgabenbereich wird in internationalen und nationalen Richtlinien genauestens festgelegt. Diese umfassen die Vorschriften von ICAO (Annex 14), EASA sowie der ZNV (Zivilluftfahrt-Vorfall- und Notfall-Maßnahmen-Verordnung) und definieren die maßgeblichen Standards, Richtlinien und Empfehlungen sowie die Mindestanforderungen am jeweiligen Flugplatz.
Die Ausrüstung/Ausstattung des Feuerlösch- und technischen Rettungsdienstes orientiert sich dabei am größten Luftfahrzeug, das den Flughafen anfliegt. Bei Bedarf kann der Linz Airport die höchste ICAO-Brandschutzkategorie 10 darstellen (z.B. bei Landung AN 225).

Um den Anforderungen der ICAO Vorschriften zu entsprechen, wird die Betriebsfeuerwehr des Linz Airport durch militärische Einsatzkräfte des Luftfahrzeug-Rettungs- und ABC-Abwehr-Zuges vom Fliegerhorst Vogler unterstützt.

Zusammengefasst gilt: ohne einsatzbereite Flughafenfeuerwehr, kein Flugbetrieb.

Die Bergung verunglückter Luftfahrzeuge

Falls ein Fluggerät auf der Landebahn bzw. auf den Rollwegen zu Schaden kommt, steht rasches Handeln im Vordergrund. Neben der Personenrettung und falls erforderlich, der Brandbekämpfung, ist auch die Bergung des Luftfahrzeuges eine der Aufgaben der Flughafenfeuerwehr. Dazu steht dem Feuerwehrteam zum Anheben und Abtransport diverses Spezialequipment zur Verfügung. Bei Bedarf kann die Betriebsfeuerwehr am Linz Airport auch auf die Kollegen des Flughafen Wiens als Unterstützung zurückgreifen.

Notfälle im Flugverkehr

Für Notfälle im Flugverkehr wurde ein eigener Sonderalarmplan „Flugunfall“ ausgearbeitet. Je nach Größe des Einsatzes, werden über die Landeswarnzentrale bis zu 17 Feuerwehren alarmiert. Die Alarmauslösung wird in der Regel durch die Mitarbeiter im Tower durchgeführt. Diese stehen in Funkkontakt mit den Piloten und übermitteln wichtige Informationen an die Einsatzkräfte. Über eine vordefinierte Alarmierungskette werden natürlich auch Rettungsdienst, Exekutive und andere Behörden verständigt. Für eine größere Anzahl von Verletzten werden am Flughafen auch größere Mengen an Sanitätsmaterialien vorgehalten.

Bei einem Flugnotfall am Flughafengelände muss die Betriebsfeuerwehr innerhalb von 3 Minuten ab Alarmierung beim verunglückten Luftfahrzeug eintreffen und mit den Löscharbeiten beginnen.

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können, werden regelmäßig umfassende Notfallübungen abgehalten, an denen auch externe Kräfte teilnehmen.

Die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land fungiert am Flughafen Linz als behördliche Einsatzleitung und ist in die Notfallplanung und in die Übungen mit eingebunden.

Feuerwehrmitglieder auf den österreichischen Verkehrsflughäfen unterliegen der Ausbildungsrichtlinie B15 des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes. Diese regelt sowohl die Grundausbildung als auch die laufende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Dabei ist die Ausbildung der Atemschutzträger ein wesentlicher Bestandteil (Hot Fire Drill). Diese Ausbildung findet zentral im Übungsgelände der Betriebsfeuerwehr am Flughafen Wien statt. Jährlich nehmen dort ca. 15 Mitarbeiter an einem zweitägigen Atemschutztraining teil. Zusätzlich gibt es noch eine Vielzahl von internen und externen Ausbildungsveranstaltungen die die Feuerwehrmitglieder des Linz Airport besuchen z.B. am Ausbildungsgelände für Flugzeugbrandbekämpfung in Teeside (England).

Fuhrpark

Für den raschen und wirksamen Einsatz bei Notfällen steht der Betriebsfeuerwehr am Linz Airport folgender Fuhrpark zur Verfügung:

  • 2 Rosenbauer-Flughafenlöschfahrzeuge „Panther“ mit je einem Fassungsvermögen von 12.500 Liter Wasser, 1.500 Liter Schaum, 500 Kilogramm Löschpulver und 120 Kilogramm CO
    Technische Daten: 700 PS, 115 km/h Höchstgeschwindigkeit, 36 t Gewicht
    Leistung Dachwerfer: 6.000 l/min
    Leistung Frontwerfer: 1.500 l/min
    max. Pumpendruck: ca. 15 bar
  • 1 Tanklöschfahrzeug mit 7.000 Liter Wasser und 1.000 Liter Schaum
  • 1 Rüst-Löschfahrzeug mit 4.000 Liter Wasser und 200 Liter Schaum
  • 2 Kommandofahrzeuge, 1 Wechselladefahrzeug mit Kran, 1 Anhänger für Öleinsätze und 1 Anhänger mit Material für die Luftfahrzeugbergung.

In Summe stehen somit folgende Löschmittel zur Verfügung:
35.000 l Wasser
1.000 kg Löschpulver
4.200 l Schaum
240 kg CO2