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Seit nunmehr fünf Jahren ist die irische Low Cost Airline „Ryanair“ in Oberösterreich tätig und verbindet derzeit Linz mit London und Gerona/Barcelona. Um die wirtschaftlichen Effekte des Ryanair-Linienverkehrs für die Region Oberösterreich bewerten zu können, haben der Oberösterreich Tourismus, die Wirtschaftkammer Oberösterreich und der Flughafen Linz eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.
Die vom Beratungsunternehmen con.os erstellt Studie hatte die Aufgabe, die wirtschaftlichen Auswirkungen, die durch den sogenannten Incoming-Verkehr (d.h. ausländische Gäste, die mit Ryanair nach Oberösterreich reisen) zu bewerten. Der Nutzen, der der heimischen Bevölkerung durch die Ryanairflugverbindungen ins Ausland entsteht, wurde nicht gemessen.
Die Studie belegt, dass der Anteil ausländischer Fluggäste, die die Verbindungen für ihre Anreise nach Oberösterreich nutzen, bei 39% (London) bzw. 21% (Gerona) liegt. Daraus wird auch deutlich, dass bei beiden Ryanairverbindungen der Outgoing-Anteil (also Flugreisen der Oberösterreicher ins Ausland) weit überwiegt. 70 % der Fluggäste nach Oberösterreich nutzen die Ryanairflüge für Urlaubsreisen, 20% im Rahmen von Geschäftsreisen und 10% der Fluggäste kombinieren eine Geschäfts- mit einer Urlaubsreise.
Die durchschnittlichen Ausgaben der ausländischen Gäste betragen 72€ pro Person und Tag (ohne An- und Abreise).
Mit 5,3 Tagen ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Reisenden in Oberösterreich auffallend hoch. Anzumerken ist dabei, dass davon durchschnittlich 3,8 Tage in der Region Linz verbracht werden und diese Region daher am deutlichsten von den Ryanairgästen profitiert. 82% der ausländischen Gäste gaben an, zumindest einen Tag in Oberösterreich zu verbringen. 72% der Reisenden nächtigen in gewerblichen Unterkünften, 28% der Befragten gaben an, privat zu nächtigen.
Der Studie zufolge decken sich die im Kursbuch für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft des Landes OÖ definierten Schwerpunkthemen sehr gut mit den genannten Reisemotiven der Ryanairgäste und bestätigen damit die Internationalisierungs-Maßnahmen des OÖ. Tourismus in diesen Herkunftsmärkten.
Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung hat die Studie auch die volkswirtschaftlichen Parameter untersucht: Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch die mit Ryanair anreisenden Passagiere seit dem Jahr 2004 eine Gesamtwertschöpfung in Höhe von 26 Millionen Euro in Oberösterreich erzielt wurde. Zudem wurden durch die Ausgaben der Incoming-Passagiere 170 bis 180 Arbeitsplätze (im Tourismus und angebundenen Sektoren) in Oberösterreich abgesichert. Über öffentliche Steuern und Abgaben auf die Ausgaben der Incoming-Passagiere sind dem Bund, den Ländern und Gemeinden rund 14,7 Millionen Euro zugeflossen.
Im Rahmen der Studie wurde aber auch festgestellt, dass 43% der erzielten gesamtwirtschaftlichen Effekte nicht-touristische Wirtschaftsbereiche betreffen.
Die Studie kommt zu dem Gesamtergebnis, dass die Flugverbindungen – auch vor dem Hintergrund, dass der OÖ. Tourismus jährlich 250.000 Euro in gemeinsame Marketingaktivitäten mit Ryanair in den Herkunftsmärkten investiert - eindeutig einen positiven volkswirtschaftlichen Gesamteffekt haben. Die Landeshauptstadt Linz zieht den größten Nutzen aus diesen Verbindungen, die nicht-touristischen Wirtschaftsbereiche Oberösterreichs profitieren erheblich.
Die Marketingunterstützung für die Ryanairflugverbindungen wurde nun für die nächsten fünf Jahre fixiert. Damit setzt der OÖ. Tourismus auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein deutliches Zeichen für die Internationalisierung und die Absicherung des Flug-Incomings.
Pressekontakt:
Ingo Hagedorn, blue danube airport linz, Tel: 07221 600 - 1501, Email: i.hagedorn@linz-airport.com
Elisabeth Kierner, Oberösterreich Tourismus, Tel: 0732-7277-123 oder 0664-30 30 444, Email: elisabeth.kierner@lto.at
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